Alter
und
Sucht

Drucken Empfehlen Home


Die Entwicklung zu einer Alkoholproblematik hängt von der physischen und psychischen Verfassung der Person und den soziokulturellen Faktoren ab. In dem Sinne gibt es eine Vielzahl von Risikofaktoren, die im zunehmenden Alter das Risiko für das Auftreten einer Alkoholproblematik erhöhen. Darüber hinaus muss auch den Folgen eines problematischen Alkoholkonsums und der Alkoholabhängigkeit im Alter Rechnung getragen werden, da diese im Sinne eines Kreislaufes wieder zu Risiken werden können.
 
Bei älteren Menschen nimmt das Risiko sowohl für somatische als auch für psychiatrische und neurologische Erkrankungen zu. Zusätzlich steigt aufgrund der Alterungsprozesse das Risiko für Wechselwirkungen zwischen einem übermässigen Konsum von Alkohol und diesen Störungen an, d.h. der Alkoholkonsum kann das Auftreten von somatischen (z. B. koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlaganfall), psychiatrischen und neurologischen Krankheiten (Demenz, Neuropathien, Ataxien, Depressionen, kognitive Defizite) begünstigen. Die Trinkmengen und das Trinkverhalten älterer Menschen haben ebenfalls einen Einfluss. Zudem können kritische Lebensereignisse (z. B. Trennung, Tod, Pensionierung) oder Störungen des sozialen Umfeldes und der sozio-ökonomischen Faktoren (z. B. Altersarmut bei Berentung, Einsamkeit) das Risiko für die Suchtentstehung erhöhen.
 
Bei einer Kurzintervention, Kurzberatung oder einer Behandlung müssen bei älteren Menschen diese beeinflussenden Risikofaktoren berücksichtigt werden.

Allgemeine Informationen zu Risikofaktoren im Alter finden sich in der Broschüre „Suchtprobleme im Alter – es gibt Lösungen“ auf der Website der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich.