Alter
und
Sucht

Drucken Empfehlen Home


Internet-basierte Interventionen bieten eine leicht zugängliche Möglichkeit eine niederschwellige Beratung in Anspruch zu nehmen. Ergebnisse aus amerikanischen Studien zeigen deren Wirksamkeit zur Verringerung des Alkoholkonsums (Cunningham et al. 2009). 
 
Die Interventionsmethode stellt, insbesondere für die Gruppe der noch nicht motivierten Personen, ein anonymes, niederschwelliges Angebot zur Verfügung, vgl. auch Transtheoretisches Modell. Im Blick auf die Generation der „baby-boomer“, welche den Umgang mit dem Internet gewohnt ist, kann dies den Zugang in ein Behandlungssetting ermöglichen.
 
Die bestehenden internetbasierten Angebote sind kaum für den problematischen Alkoholkonsum von älteren Patienten angepasst. Auch ist der Nutzen für Menschen über 65 bislang in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht hinreichend untersucht und belegt.

Viele Suchthilfeangebote im Bereich Alkohol bieten Online-Selbsttests an (z. B. zfa, Berner Gesundheit). Diese basieren i.d.R. auf dem AUDIT, geben umgehend Informationen und eine Empfehlung, ob der Alkoholkonsum reduziert werden sollte. Diese sogenannten personalisierten Rückmeldungen zum eigenen Alkoholkonsum werden als weniger konfrontierend erlebt.

Darüber hinausgehend bietet MyDrinkControl ein elektronisches Trinktagebuch; damit kann u.a. der Alkoholkonsum beobachtet und Trinkziele festlegt werden.

Weitere Online-Selbsthilfeprogramme sind z. B. weniger trinken (Forel Klinik) und Definiertes Trinken DT®

Safe Zone bietet kostenlos und anonym Online-Beratung

Alcorisk ist ein durch Fachleute betreutes Online-Forum (Blaues Kreuz Schweiz)

Vgl. auch Programm alcochoix+ in der Romandie


Weitere Information finden sich bei Infoset zu Online-Beratung im Suchtbereich und bei Praxis Suchtmedizin Schweiz zu Selbsthilfe.